Veranstaltungsprogramm 2026

Ehemalige Synagoge Kippenheim - Poststraße 17 - 77971 Kippenheim

Sonntag, 21. Juni 2026, 15.00 Uhr : Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 von der Ettenheimer Judenschaft gegründet, als sich über 400 Jahre nach den Vertreibungen des Mittelalters wieder jüdische Familien in der Region niederlassen durften. Die zu verschiedenen Zeiten angelegten Teile des Friedhofes mit ihren unterschiedlichen Grabgestaltungen spiegeln eindrücklich die jeweilige gesellschaftliche Stellung der Juden wider.

Bei der Führung wird auf die auf vielfältigen Symbole und Inschriften auf den Grabsteinen eingegangen. Bei einigen Verstorbenen ist auch ihr Schicksal zur Zeit des Nationalsozialismus bekannt und ist ebenfalls Teil der Führung. Der Treffpunkt ist am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen. Die Führung dauert ca. 1,5 Stunden.

 

 

 

Sonntag 28. Juni 2026, 17.00 Uhr : Konzert Vetterliswirtschaft - Neue Traditionelle Musik

 

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens lädt der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e.V. zum Konzert mit „Vetterliswirtschaft“ ein. Die Ettenheimer Musikgruppe begleitet den Verein über drei Jahrzehnte mit ihren schönen Aufführungen.

Neu im Repertoire haben sie internationale Folksongs voller Melancholie und Weisheit und politisch/kritische Lieder aus dem deutschen Sprachraum.

Mit Spiellust und Sangesfreude, Leidenschaft und Ironie laden die fünf Musikerinnen und Musiker aus der Region dazu ein, Volksmusik neu zu entdecken.

Eintritt frei, Spenden werden erbeten

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 12. Juli 2026, 11.00 Uhr : "... Und immer noch ..." Vernissage mit  Angelika Nain

Immer noch sind die Auswirkungen des Kolonialismus in Afrika in vielfältiger Weise erfahrbar. Eine besondere Sichtweise auf dieses Thema liefert die Ausstellung … immer noch …“ der Kehler Künstlerin Angelika Nain. Die Ausstellung thematisiert vorkoloniale und koloniale Geschichte sowie Aspekte von postkolonialem Rassismus und seinen Auswirkungen bis heute. Ihre Werke machen deutlich, dass Flucht, Umweltzerstörungen, Verletzung von Menschenrechten, Armut und Korruption immer noch den afrikanischen Kontinent prägen.

 

 

Die Ausstellung ist an den Sonntagen zwischen 14.00 und 17.00 Uhr zu sehen.

 

 

 

 

Mittwoch, 5. August 26,  15. bis 17.30 Uhr : Mit Inge und Kurt durch das jüdische Kippenheim 

 

Seid Ihr bereit für eine spannende Zeitreise?

 

Ein Angebot für Kinder - Im Rahmen des Kippenheimer Ferienprogramms

 

Ihr könnt mit uns an diesem Nachmittag das Kippenheim vor beinahe 100 Jahren entdecken. Inge Auerbacher und Kurt Salomon Maier – zwei jüdische Kippenheimer Kinder, die damals in der Poststraße gespielt haben, nehmen uns mit in ihr Kinderleben und erzählen uns von schönen und sehr schweren Zeiten. Wir werden an diesem Nachmittag gemeinsam eine fast vergessene Zeit mit Forschen, Spielen, Basteln und Singen wiederentdecken.  

Treffpunkt: Bürgerhaus Kippenheim, Teilnahme kostenfrei

 

 

 

 

 

Sonntag, 27. September 2026, 19.00 Uhr : Filmvorführung : "Die treibende Kraft"

Zum Abschluß der aktuellen Ausstellung mit Werken der Künstlerin Angelika Nain zeigt der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim den Dokumentarfilm „Die Treibende Kraft“.  Es ist ein Film über Leben und Werk der Künstlerin Angelika Nain.

 

Mit seinem Dokumentarfilm „Die Treibende Kraft“ widmet sich der Regisseur Klaus Peter Karger einer weitgehend unbekannten Künstlerin, die es aber gleichwohl zu entdecken lohnt. Es verbinden sich bei ihr künstlerisches Schaffen und politisches Engagement. Sie hat sich mit jüdischer Geschichte und der Verfolgung im Nationalsozialimus beschäftigt und gemeinsam mit Jugendlichen einen Gedenkstein am Mahnmal in Neckarzimmern gestaltet. Seit vielen Jahren kümmert sie sich um Geflüchtete, hat sich mit Kolonialismus und Postkolonialismus auseinandergesetzt und war mit ihrem Lebenspartner Teil der Crew auf einem Seenot-Rettungsschiff zwischen Libyen und Italien. All diese Erfahrungen, aber auch die Reflexion über das Werden und Vergehen im eigenen Garten, prägen ihre Werke. 

 

Angelika Nain, steht, was ihre prekäre Erwerbssituation angeht, exemplarisch für die große Mehrheit der schätzungsweise 50.000 Bildenden Künstler*innen in Deutschland. Vor 30 Jahren hat sie beschlossen, vom Kunstschaffen leben zu wollen. Doch finanziell auskömmlich war das nie, ohne Nebenjobs kein Künstlerleben. Kann man trotzdem ein mit seinem Leben zufriedener Mensch sein?

 

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