Veranstaltungsprogramm 2025/26

Ehemalige Synagoge Kippenheim - Poststraße 17 - 77971 Kippenheim

Sonntag 9. November, 15 Uhr : Lesenachmittag für Kinder

Inge Auerbachers Buch „Ich bin ein Stern“ - Kindheit im Konzentrationslager

Die in Kippenheim geborene Inge Auerbacher war sieben Jahre alt, als sie mit ihren Eltern ins Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt wurde. Die Zeit im Lager schildert die heute in New York lebende Autorin eindringlich in ihrem Buch „Ich bin ein Stern“, das in zahlreichen Sprachen erschienen ist. Inge Auerbacher hatte das Glück, bei den Eltern bleiben zu können und gemeinsam mit diesen von der russischen Armee am 8. Mai 1945 befreit zu werden. Ihre Puppe Marlene und die Freundschaft mit anderen Kindern halfen ihr die Zeit der Verfolgung zu überstehen. Ihr Buch ist ein Zeugnis wider das Vergessen. Da sie das KZ selbst als Kind erlebte, eignet sich die Lektüre gut für Kinder. Der bekannte Psychologe Bruno Bettelheim sagt darüber: „Dieser autobiographische Bericht ist tief bewegend und wahrheitsgetreu … Mir fällt kein anderes Buch zu dem Thema ein, das ich für diese Altersgruppe so empfehlen könnte wie dieses.“

Andrea Welz wird aus dem Buch vorlesen, davon erzählen und gemeinsam mit den Kindern über das Gehörte ins Gespräch kommen. Dazu werden auch Bilder aus Inge Auerbachers Kindheit in Kippenheim gezeigt. Ort: Gedenkstätte Ehemalige Synagoge Kippenheim.
Eingeladen sind alle Kinder ab der 3. Klasse – gerne zusammen mit ihren Eltern.

 

 

 

Sonntag, 16. November, 19.00 Uhr - Liederabend mit Viola de Galgoczy

Viola de Galgoczy singt Lieder und Songs der jüdischen Komponisten Hanns Eisler und Kurt Weill nach Texten von Bertolt Brecht

 

Ein Abend, der Musik und Geschichte zusammenbringt: Am Sonntag, 16. November, um 19 Uhr lädt die Ehemalige Synagoge Kippenheim (Poststraße 16) zu einem besonderen Liederabend ein. Die Lahrer Mezzosopranistin Viola de Galgóczy widmet sich Werken zweier bedeutender Komponisten des 20. Jahrhunderts jüdischer Herkunft – Hanns Eisler und Kurt Weill – mit Texten des großen Dramaturgen Bertolt Brecht.

Im ersten Teil des Konzertes singt Viola de Galgóczy Lieder aus Hanns Eislers „Hollywood-Liederbuch“ für Gesang und Klavier – Vertonungen von Gedichten, in denen Bertolt Brecht seine mehrjährige Flucht aus Nazi-Deutschland und das Exil in den USA reflektiert. Im zweiten Teil werden neben besonderen Raritäten vor allem bekannte Songs von Kurt Weill aus der Dreigroschenoper und aus Happy End (z.B. Das Lied der Seeräuber-Jenny oder Surabaya-Johnny) zu hören sein. Viola de Galgoczy wird begleitet von ihrer Klavier-Partnerin Uschi Gross, im zweiten Teil auch von Ulrich Steurer (Englischhorn, Blockflöte, Schlagzeug). Gerhard Möhringer-Gross moderiert. Eintritt frei, Spenden werden erbeten.

 

 

 

 

 

Samstag, 29. November Exkursion ins Exilarchiv Frankfurt

Herzliche Einladung zu einer Exkursion nach Frankfurt ins Deutsche Exilarchiv ein, wo eine Dauerausstellung den Überlebenden Kurt Salomon Maier und Inge Auerbacher gewidmet ist. Das besondere an der Ausstellung ist, dass neben den gezeigten Objekten und Dokumenten, beide Zeitzeugen die an sie gerichteten Fragen virtuell mit Hilfe einer KI beantworten.

Im Anschluss besuchen wir das Jüdische Museum Frankfurt.

 

Das Foto zeigt Inge Auerbacher und  Dr. Kurt Salomon Maier bei einem  5tägigen digitalen interaktiven Interview, bei denen sie 900 Fragen beantworteten.

 

Info und Kontake: Jürgen Stude: juergen.stude@t-online.de; Tel.: 07807-957612

 

 

 

 

Sonntag, 25. Januar 2026, 15 Uhr : Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 von der Ettenheimer Judenschaft gegründet, als sich über 400 Jahre nach den Vertreibungen des Mittelalters wieder jüdische Familien in der Region niederlassen durften. Die zu verschiedenen Zeiten angelegten Teile des Friedhofes mit ihren unterschiedlichen Grabgestaltungen spiegeln eindrücklich die jeweilige gesellschaftliche Stellung der Juden wider.

Bei der Führung wird auf die auf vielfältigen Symbole und Inschriften auf den Grabsteinen eingegangen. Bei einigen Verstorbenen ist auch ihr Schicksal zur Zeit des Nationalsozialismus bekannt und ist ebenfalls Teil der Führung. Der Treffpunkt ist am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen. Die Führung wird in Kooperation mit der Volkshochschule Kippenheim angeboten, sie dauert ca. 1,5 Stunden.

 

 

 

 

Dienstag 27. Mai 2026, 19 Uhr: Lesung "Rauch über Lahr" 

Der neue Roman des Lahrer Autors Michael Paul zur  Geschichte der Roth-Händle 1918-1933

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