Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e.V.

 

Der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V. ist Träger der Gedenk-, Lernund Begegnungsstätte Ehemalige Synagoge Kippenheim.

 

Der 1996 gegründete Verein orientiert seine Arbeit an den drei Aspekten Erinnern - Lernen - Begegnen.

 

In der Erinnerungsarbeit machen die Berichte von Zeitzeugen einen wichtigen Bestandteil des Veranstaltungsprogramms des Fördervereins aus. Die Synagoge ist mittlerweile ein anerkannter Lernort für Schule, Erwachsenenbildung und Jugendarbeit. Dazu werden auch Führungen durch die Ehemalige Synagoge, den Friedhof in Schmieheim und das jüdische Kippenheim für Schulklassen und für Erwachsenengruppen angeboten. Mit seinem vielfältigen Programm und durch eine breite kulturelle Nutzung der Ehemaligen Synagoge durch Künstler und Musiker will der Förderverein unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und Begegnung initiieren. Damit möchte er einen zukunftsorientierten Beitrag zu mehr Dialogbereitschaft und Toleranz in der Gesellschaft leisten.

 

Der Förderverein ist Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg, die durch die Landeszentrale für politische Bildung unterstützt wird. Studienfahrten für Schüler- und Jugendgruppen nach Kippenheim fördert das baden-württembergische Kultusministerium.

 

Aktuelles

Donnerstag, 29. Februar, 18.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellung; „… von der Bevölkerung kaum wahrgenommen“. Fotografien zur Deportation der badischen Jüdinnen und Juden nach Gurs im Oktober 1940

Erstmals werden alle bislang bekannten Aufnahmen aus Baden (Bretten, Bruchsal, Gailingen, Kippenheim, Lörrach Tauberbischofsheim und Weingarten) gemeinsam gezeigt.

Am 22. Oktober 1940 wurden über 6.400 badische und saarpfälzische Jüdinnen und Juden im Auftrag der NSDAP-Gauleiter Robert Wagner und Josef Bürckel abgeholt und nach Frankreich verschleppt. Mancherorts in Baden wurde fotografiert, in Bruchsal sogar gefilmt. Ganz entschieden widersprechen diese visuellen Zeugnisse der Aussage des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD Reinhard Heydrich, wonach die Deportation der sogenannten Wagner-Bürckel-Aktion „von der Bevölkerung kaum wahrgenommen“ worden sei.

 

 

Donnerstag, 7. März, 18.00 Uhr : „Auf den letzten Blick" - ein musikalisch-theatraler Abend in der Gedenkstätte Ehemalige Synagoge Kippenheim

Die Oberstufen Theater-AG des Max-Planck-Gymnasiums (Leitung Aisha Hellberg) setzt gemeinsam mit der Kompositions-AG des Clara-Schumann-Gymnasiums (Leitung Christian Wenzel) die Fotografien der Aussstellung "von der Bevölkerung kaum wahrgenommen" - Fotografien zur Deportation der badischen Jüdinnen und Juden nach Gurs im Oktober 1940" musikalisch-theatral in Szene.

 

SO 24. März, 16.00 Uhr : Führung durch die Ausstellung „von der Bevölkerung kaum wahrgenommen …..“ - Deportationsfotos aus Baden in der "Gedenkstätte Ehemalige Synagoge Kippenheim"

Umbau der Nordracher  Rothschildschen Lungenheilstätte in eine Wohn- und Ferienresidenz

Das neue virtuelle Gedenkbuch im jüdischen Museum Emmendingen jetzt auch im Netz

Die Ortenauer Wochenzeitung STAZ berichtet am 31. Dezember 2023 über den Umbau der ehemaligen Rothschildschen Lungenheilstätte in Nordrach durch die Zeller Firmengruppe "orbau" in eine Wohn- und Ferienresidenz. Zwischen 1905 und der Verschleppung ihrer letzten Patientinnen am 29. September 1942 beherbergte dieses Gebäude die M. A. von Rothschildsche Lungenheilstätte für lungenkranke jüdische Frauen. Ein Schloss, wie es im Zeitungsartikel mehrfach bezeichnet wird, war es nie. Nach der Auflösung der jüdischen Lungenheilstätte brachte der nationalsozialistische Verein "Lebenborn" Frauen dort unter, die von SS-Männern außerehelich geschwängert worden waren. Laut des Berichtes in der STAZ würde durch die "orbau"  "die Geschichte des Gebäudes respektvoll integriert, insbesondere im Erdgeschoss, einem Gemeinschaftsraum für Bewohner und Besucher. Hier würden Ausstellungen und Infotafeln an die Historie des Ortes erinnern."

Was mit der Gedenktafel für A. von Rothschild, der Stifterin der ehemaligen Lungenheilstätte, die der Förderverein den früheren Besitzern des Anwesens geschenkt hatte, íst nicht bekannt.

 

Weitere Informationen bitte hier klicken.

 

 

Dieses Gedenkbuch ist ein Projekt des Jüdischen Museums Emmendingen und das Nachfolgeprojekt einer im Museum stehenden Medienstation, die über das Gedenkbuch hinaus viel Wissenswertes über die Israelitische Gemeinde Emmendingen von 1716 bis 1940, über die heutige Jüdische Gemeinde in Emmendingen und die Museumsarbeit enthält.

Das Gedenkbuch erinnert an die Schicksale von 534 Jüdinnen und Juden, die die Zeit des Nationalsozialismus erleiden mussten. Sie alle wurden entweder in Emmendingen geboren oder sind dort aufgewachsen, oder sind nach der Machtübertragung auf die Nationalsozialisten im Januar 1933 nach Emmendingen gezogen.

Nach der Machtübertragung zogen Emmendinger Jüdinnen und Juden insbesondere nach dem Novemberpogrom in größere Städte, wo sie hofften besser überleben zu können. Vor allem jüngeren Menschen und Familien gelang noch rechtzeitig die Emigration, ehe am 22. Oktober 1940 die in Südwestdeutschland verbliebenen Jüdinnen und Juden ins südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert wurden.

 

Weitere Info bitte hier klicken: https://juedisches-leben-in-emmendingen.de/memorialbook/

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