DO 18. Mai, 19.00 h : Konzert Städtische Musikschule Lahr

ACHTUNG: Dieses Konzert findet trotz einer Fehlmeldung in der Lahrere Zeitung statt!

 

Die Städtische Musikschule Lahr kommt zu Besuch.

Es kommt Horntrio, einStreichquartett, mit den Chor „Kitchen Chick“ und eine Harfenistin in die ehemalige Synagoge. Ihr Konzert trägt den Titel BEGEGNUNG, denn es geht um eine Begegnung der jugendlichen Musikerinnen und Musiker mit einem außergewöhnlichen Ort. Die jungen Künstler und Künstlerinnen stellen sich der spannenden Aufgabe in der ehemaligen Synagoge zu musizieren und die ihnen vertraute Musik in einem ihnen fremden aber inspirierenden Ort zum Klingen zu bringen. Präsentiert werden Werke von nichtjüdischen und jüdischen Komponisten.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

 

 

 

DO 8. Juni, 18.00 Uhr: Friedhofsführung in Schmieheim

Bei einem Gang über den 1682 angelegten jüdischen Verbandsfriedhof in Schmieheim, lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Von besonderer Bedeutung sind die in Stein gehauenen Symbole auf den Grabsteinen: sie vermitteln einen Eindruck vom religiösen Leben des Landjudentums. Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird  empfohlen.

Der Eintritt ist frei - Spenden werden erbeten.

 

 

DO 15. Juni : Exkursion nach Rosheim / Elsass

 

 

 

Im Rahmen der Ausstellung Josel von Rosheim (s. u.) besucht der Förderverein Ehemalige Synagoge die Heimatstadt dieser bedeutenden Persönlichkeit und den jüdischen Friedhof von Rosenwiller. Eine Anmeldung ist erforderlich (juergen.stude@ekiba.de). Weitere Informationen: www.ehemalige-synagoge-kippenheim.de.

 

 

 

DO 22. Juni, 20.00 Uhr: Ausstellungseröffnung Josel von Rosheim 

Einführung in die Ausstellung: Dr. Werner Transier, Historisches Museum der Pfalz, Speyer

Die Ausstellung ist bis zum 10. September 2017 zu sehen.

 

Josel ben Gerschon von Rosheim (1478-1554) war eine herausragende jüdische Persönlichkeit des 16. Jahrhunderts, die das in der Reformationszeit erneut gefährdete Zusammenleben von Juden und Christen nachhaltig beeinflusste. Er unterhielt Briefkontakte mit Martin Luther und anderen Reformatoren. Seine enge Verbindung zu Kaiser Karl V. nutzte er, um die Rechtsstellung und Sicherheit der Juden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation in einer Zeit des Umbruchs zu schützen. 1530 erreichte er, dass der Reichstag in Augsburg den Schutz von „Leib und Leben“ der Juden bestätigte und sich dagegen aussprach, sie zur Taufe zu drängen. Mit Martin Luther, den er vergeblich um Unterstützung für die Verbesserung der rechtlichen Situation der deutschen Juden bat, stand er schriftlich in Verbindung.

Eintritt frei - Spenden werden erbeten.

 

 

 

DO 13. Juli, 20.00 Uhr: Martin Luther und die Juden

Luthers Wandel von Judenfreund zum Judenfeind und dessen Nachwirkungen in Theologie und Geschichte beleuchtet Prof. Dr. Klaus Müller, Beauftragter der evangelischen Landeskirche in Baden für das christlich-jüdische Gespräch.

 

Die evangelische Kirche erinnert 2017 an die Veröffentlichung der 95 Thesen durch Martin Luther vor 500 Jahren in Wittenberg. Der Reformator hoffte anfänglich, dass die Juden das reformatorische Gedankengut übernehmen und massenhaft zum Christentum übertreten würden. 1523 schrieb er „Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei“. Nach dem dies ausblieb, begann er sich zum Antijudaisten zu wandeln. 1543 erschien seine Schrift „Von den Juden und ihren Lügen". Martin Luthers Judenfeindschaft gilt als große Belastung für die Geschichte der evangelischen Kirche und wird den Schattenseiten im Wirken des Reformators zugerechnet. Eintritt frei - Spenden werden erbeten.