SO 14. Mai, 17.00 Uhr - Theater in der Ehem. Synagoge

Schüler & Schüler : Eine Else Lasker-Schüler Performance

Wie kommt man auf die Idee aus Gedichten ein Theaterstück zu machen? Dies liegt  bei Else Lasker-Schüler nahe, da das lyrische Ich unmittelbar aus ihrer Lebenswirklichkeit spricht. Man kann aus ihren Gedichten deutlich spüren, wie sie gerade im Moment zu sich und der Welt, zu dem Geliebten und zu Gott steht. Das ist Drama! So machte sich Yael Schüler mit der Regisseurin Veronika Nowag-Jones 2010 an die Inszenierung einer Auswahl von Gedichten und auch einzelnen Prosatexten. Dabei verkörpert die Schauspielerin die Dichterin selbst. Aus einem großen blauen Stoff, der über die Bühne rauscht, wird sie geboren. Dann beginnt ihre Reise durch die Höhen und Tiefen der Liebe in Sehnsucht nach Nähe, nach Liebe, vor allem nach Annahme ihrer Liebe, auch in der Sehnsucht der Immigrantin nach ihrem Zuhause, was sie wohl doch in dieser Welt nicht finden kann. Aber vielleicht in einer anderen Welt, woher sie gekommen ist? Am Ende verabschiedet sie sich mit der Erklärung, sie müsse andere Welten weiter tragen. Sie packt ihren großen blauen Partner, den Stoff, aus dem sie am Anfang gekommen ist auf ein Fahrrad und fährt davon. Aus dem „Jenseits“ schickt sie dann noch einmal Herzensgrüße. 

Die Aufführung ist in Deutscher und auch etwas Hebräischer Sprache, begleitet von Barni Palm mit den phantastischen Klängen selbstentwickelter Instrumente, inspiriert von einem langjährigen Bali- Aufenthalt. Die Regisseurin Veronika Nowag-Jones lebt und arbeitet in Berlin und New York. Ihre Theaterarbeit ist geprägt von George Tabori, in dessen Theaterlabor Bremen sie Ensemblemitglied war. Die Premiere fand am 12.3. 2010 im Kunsthaus Berlin statt, weitere Vorstellungen folgten im Garn Theater Berlin, am Neuen Theater am Bahnhof Dornach, in der Langen Nacht der Bücher Überlingen am Bodensee, in der Synagoge Bern, im Yung Yiddish Theater Tel.

 

Schüler & Schüler                    

Eine  Else Lasker -Schüler Performance

Schauspiel: Yael Schüler

Musik: Barni Palm 

Regie: Veronika Nowag-Jones