Veranstaltungsprogramm 2022

ACHTUNG: DAS KONZERT JONTEF am Sonntag 2. Oktober FÄLLT AUS KRANKHEITSGRÜNDEN AUS!

Mittwoch, 19. Oktober, 16 h : Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen.

 

Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Die zu verschiedenen Zeiten angelegten Teile des Friedhofes mit ihrer unterschiedlichen Grabgestaltung spiegeln eindrücklich die jeweilige gesellschaftliche Stellung der Juden wider. Bei der Führung wird auf die auf vielfältigen Symbole und Inschriften auf den Grabsteinen eingegangen. Bei einigen Verstorbenen ist auch ihr Schicksal zur Zeit des Nationalsozialismus bekannt und wird ebenfalls Teil der Führung mit Bärbel Heer sein. Die Treffpunkt ist am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird  empfohlen.

Die Veranstaltung erfolgt in enger Kooperation mit der Volkshochshule Kippenheim.

Dauer der Führung: ca. 1,5 Stunden

 

 

Donnerstag 26. Januar 2023, 19.00 h : Davidstern und Lederball

Vortrag von Uwe Schellinger:

Juden im Fußball und jüdischer Fußball in Südbaden.

Snläßlich des Tags der Opfer des Nationalsozialismus

Bis 1933 waren Menschen jüdischer Herkunft ein selbstverständlicher Teil der deutschen Fußballkultur. Juden waren gefeierte Spieler, geachtete Funktionäre und großzügige Förderer und Fans in ihren Vereinen. Ohne sie wäre der schnelle Aufstieg Deutschlands zu einer Fußball-Großmacht unmöglich gewesen.

Mit der Machtübernahme der NSDAP wurde diese Vielfalt jäh zerstört. Die jüdischen Spieler wurden bereits seit dem Frühjahr 1933 aus ihren Klubs ausgeschlossen und vielfach bis in die jüngste Vergangenheit hinein vergessen.

 

 

 

Die deutsche evangelische Gemeinde in Jerusalem - Vortrag von Wolfgang Schmidt

Ein ehemaliger Propst berichtet Seit 170 Jahren gibt es in Jerusalem eine deutschsprachige evangelische Gemeinde. Für jeweils sechs bis neun Jahre entsendet der Rat der EKD eine*n Pfarrer*in als Probst/Pröbstin an die Erlöserkirche, wo die kirchliche Arbeit ihren Sitz hat. Im Zentrum von Judentum, Christentum und Islam spielt die deutsche Gemeinde damit im Konzert der Kirchen und Religionen mit. Wolfgang Schmidt, Oberkirchenrat im Referat „Erziehung und Bildung in Schule und Gemeinde“ der badischen Landeskirche, übte das Amt des Propstes sieben Jahre lang aus und berichtet aus dieser Zeit.

Eintritt frei - Spenden werden erbeten.

 

 

Sonntag 14. Mai, 20.00 h : Der Palästinakonflikt 1882-1948/49 - Vortrag mit dem Historiker Heinrich Schwendemann

Seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 ist der Konflikt im Nahen Osten ein permanenter Krisenherd der Weltpolitik, der immer wieder militärisch eskalierte. Auch heute hat sich die Lage in diesem Land nicht beruhigt. Der Historiker Heinrich Schwendemann wirft einen Blick auf die Anfangsphase dieses neuen und dabei so altem Land.

Eintritt frei - Spenden werden erbeten.

 

 

Sonntag 21. Mai, 17 Uhr : Konzert mit Jontef

JONTEF, der Name ist Programm: JONTEF bedeutet Festtag. Ein Festtag mit Musik und Theater, ein Festtag der „klejnen Mentschelach“, der Menschen nicht nur im jiddischen Schtetl der Vergangenheit, sondern auch heute, hier und anderswo, der Menschen, die sich begegnen, sich verlieben und verlieren, bekriegen und versöhnen.

Mit Lust und Liebe haben wir wieder ein Jubiläumsprogramm zusammengestellt, das wir unseren Zuhörern widmen. Denn von ihnen handeln unsere Lieder und Geschichten. „Jontefs Musik trifft die Zuhörer mitten ins Herz“, schrieb ein Kritiker.