Veranstaltungsprogramm 2021

DO 24. Juni, 17.00 h : Führung durch das jüdische Schmieheim

In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum Ritterkanton Ortenau gehörenden alten Dorf Schmieheim bestand eine jüdische Gemeinde bis 1940. Seit etwa 1777 war es Sitz eines Rabbinats, bis dieses 1893 nach Offenburg verlegt wurde. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1864 mit 580 Personen erreicht. (Hälfte der Gesamteinwohnerschaft). Etliche Gebäude wie die ehemalige Synagoge oder das ehemalige Rabbinat und der am Orstrand gelegene alte jüdische Friedhof zeugen von der reichen jüdischen Geschichte Schmieheims.

 

 

Treffpunkt: Am Platz vor der evangelischen Kirche in der Ortsmitte von Schmieheim, die Leitung der Führung hat Jürgen Stude. Teilnahme frei - Spenden werden erbeten.

 

 

 

SO 11. Juli, 15.00 u. 16.00 h: Führungen jüdisches Kippenheim

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Kippenheim reicht bis in das  17. Jahrhunderts zurück. 1871 machte sie  mit 323 Mitgliedern etwa 16 % der Gesamtbevölkerung des Ortes aus. Bis 1933 hatten jüdische Gewerbetreibende einen beträchtlichen Anteil am Wirtschaftsleben des Ortes. Zwischen der Friedhofstraße und der Bergstraße führt das „Judengäßle“, ein schmaler Verbindungsweg zur Bergstraße. Hier stand die 1794 in Fachwerkbauweise erstellte zweite Kippenheimer Synagoge; noch heute kann man an der Rückwand des benachbarten Gebäudes ihre Umrisse ablesen. 1852 konnte in der Poststraße die neue dritte Synagoge Kippenheims eingeweiht werden. Prägend für ihren Gesamteindruck ist die im Rundbogenstil gehaltene Doppelturmfassade mit Dreiecksgiebel und zinnenbekrönten Turmstümpfen.

 

Aufgrund ihres Erhaltungsgrades besitzt die Kippenheimer Synagoge einen besonderen architektur- und kulturgeschichtlichen Wert. In ihr spiegelt sich das wechselvolle Schicksal der Juden, von ihrer Emanzipation im 19. Jahrhundert, bis zu ihrer Vertreibung und Ermordung durch die nationalsozialistischen Machthaber. Die ehemalige Synagoge ist auch ein Spiegel des Umgangs mit der Verfolgungsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

 

 

DO 22. Juli, 17.00 h : Führung jüdischer Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang durch den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Ihr Mittelpunkt war der Friedhof in Schmieheim, den sie "Gut Ort" oder Haus der Ewigkeit (hebr. „Beth Olam“) nannten. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr lateinische Buchstaben für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch auf ihre Ämter im  jüdischen Gemeindeleben.

 

Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird  empfohlen. Der Eintritt ist frei - Spenden werden erbeten. Kontakt: Jürgen Stude 07807-957612; ehemaligesynagogekippenheim@web.de

 

 

 

SO 12. September, 19.00 h : Klezmer Lieder und Geschichten !

Chotsch aus Freiburg spielen Klezmer Musik, jiddische Lieder und erzählen Geschichten.

 

Die Verschmelzung der heiter ansteckenden Klezmer Musik und der melancholischen jiddischen Lieder mit den lustigen Typen und Begebenheiten aus “So zärtlich war Suleyken“ von Sigfried Lenz, ergänzen sich auf’s Beste. Humorvolle Geschichten vom Dorf treffen auf die mitreissende Musik der Schtetl. Die Texte: lebendig und clownesk erzählt. Die Musik: virtuos und abwechslungsreich gespielt. Eine Liebeserklärung an die Menschen und das Leben

Klezmer Lieder und Geschichten !

 

Moise Schmidt: Gitarre, Gesang und Erzählung

Winfried Holzenkamp: Kontrabass

Robert Dietrich: Klarinette

 

 

 

SO 26. September, 19.00 h : Konzert mit dem Trio Parlando

Das Trio Parlando spielt Musik jüdischer Komponisten aus drei Jahrhunderten

 

Ines Then-Bergh, Violine

Sebastian Wohlfarth, Viola

Gesine Queyras, Violoncello

 

mit Werken von

Salomone Rossi,

Leo Weiner

und Hans Krasa

 

 

Eintritt frei - Spenden werden erbeten.

Kontakt: ehemaligesynagogekippenheim@web.de

 

 

 

SO 8. Oktober, 16.00 h : Führung durch das jüdische Schmieheim

Im Rahmen des Jubiläums der 1700-jährigen deutsch-jüdischen Geschichte laden wir gemeinsam mit der VHS-Außenstelle Kippenheim zu einer Führung mit Jürgen Stude durch das jüdische Schmieheim ein.

In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum Ritterkanton Ortenau gehörenden alten Dorf Schmieheim bestand eine jüdische Gemeinde bis 1940. Seit etwa 1777 war es Sitz eines Rabbinats, bis dieses 1893 nach Offenburg verlegt wurde. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1864 mit 580 Personen erreicht. (Hälfte der Gesamteinwohnerschaft). Etliche Gebäude wie die ehemalige Synagoge oder das ehemalige Rabbinat und der am Orstrand gelegene alte jüdische Friedhof zeugen von der reichen jüdischen Geschichte Schmieheims.

 

Treffpunkt: Am Platz vor der evangelischen Kirche in der Ortsmitte von Schmieheim, die Leitung der Führung hat Jürgen Stude. Teilnahme frei - Spenden werden erbeten

 

 

 

DI 9. Nov. 19.00 h : Mühen des Erinnerns - Vortrag von Karl Kopp

Ob Nationen, Orte oder Persönlichkeiten, das Erinnern macht uns Menschen Mühe. Schlimmes wird verdrängt, Gutes verklärt, Vieles vergessen. Dies führt uns Karl Kopp, der Autor des Buches „Das Kippenheimer Lied – eine badische Volksschule und ihre israelitischen Kinder“, mit seinem Vortrag „Mühe des Erinnerns“ vor Augen.

Für den ehemaligen Rektor der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Kippenheim war das örtliche Archiv der Gemeinde die wichtigste Quelle für seine Recherchen. Entlang dieses Buches, das vom „Förderverein Ehemalige Synagoge herausgegeben wurde, vermittelt Karl Kopp konkrete Beispiele zu den „Mühen des Erinnerns“ aus 250 Jahren Kippenheimer Geschichte.

 

Die Veranstaltung erfolgt an geschichtsträchtigem Ort und historischem Datum wiederum in enger Kooperation mit der Kippenheimer Außenstelle der VHS-Lahr und versteht sich auch als Appell gegen Antisemitismus.

 

Teilnahme frei - Spenden werden erbeten