Mittwoch, 25. Mai, 19 Uhr (18.30 Uhr Einführung)

Konzert des jüdischen Musikprojektes „Mekomot

Historische synagogale Gesänge und jüdische Gegenwartsmusik werden am Mittwoch, den 25. Mai um 19.00 Uhr in der Kippenheimer Synagoge zu hören sein - präsentiert von dem jüdischen Musikprojekt „Mekomot“. Um 18.30 Uhr wird eine Einführung in das Konzert und der Geschichte des Ortes gegeben. Im Anschluss an das Konzert besteht Gelegenheit zum Gespräch mit den Künstlerinnen und Künstlern.

 

Das hebräische Wort „Mekomot“ (מקומות) bedeutet Orte. Bewusst bringt das Projekt zeitgenössische jüdische Musik in alte und neue Orte jüdischen Lebens und Gottesdienstes in Deutschland und Polen. Mekomot versteht sich als Teil einer Suchbewegung nach einer neuen modernen synagogalen Liturgie im Zeitalter der Globalisierung. Fünf junge jüdische Komponisten nähern sich dieser Idee mit eigenen liturgischen Werken. Trotz aller Modernität orientieren sie sich auch an der reichhaltigen Musiktradition des Judentums. Ihre Kompositionen werden von einem „babylonischen“ Ensemble aufgeführt mit Meistern ihres Fachs aus Israel, Island, Serbien, den USA und Deutschland. Ihre Instrumente: Gesang, Flöte, Oboe, Trompete/Schofar, Harfe, E-Gitarre und Schlagzeug. Ihre Stücke setzt der Berliner Kantor Assaf Levitin mit alten liturgischen Gesängen in Beziehung zueinander und zur jüdischen Musiktradition.

Eintritt frei, Spenden werden erbeten.

 

 

 

Donnerstag, 2. Juni 20.00 Uhr

Verbrechen Liebe - Beziehungen zwischen polnischen Zwangsarbeitern und deutschen Frauen

Den Zwangsarbeitern in der NS-Zeit ist der Vortrag am Donnerstag, 2. Juni, 20.00 Uhr in der Kippenheimer Synagoge gewidmet, insbesondere den Beziehungen zwischen polnischen Zwangsarbeitern und deutschen Frauen. Einige der Zwangsarbeiter bezahlten ihre Liebe mit dem Leben. Sie wurden in der Nähe der Dörfer hingerichtet, in denen sie gearbeitet hatten. Oft liegt sowohl an den Orten als auch in den Familien auch heute noch eine dicke Decke des Schweigens über diesen Ereignissen. Thomas Muggenthaler, Journalist und Autor zahlreicher Dokumentationen zur NS-Zeit, setzt sich intensiv mit dem Thema Zwangsarbeiter in der NS-Zeit auseinander. Im Januar 2015 sendete der Bayerische Rundfunk den Film „Verbrechen Liebe“, der mit dem Bayerischen Fernsehpreis „Blauer Panther“ ausgezeichnet wurde. Der Referent geht der Frage nach, wie der Kontakt zwischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern und der deutschen Mehrheitsbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs aussah. Welche Vorschriften und Kontaktverbote gab es, und wie wurden diese umgesetzt? Welche Strafen wurden verhängt? Wie war es möglich, dass Hinrichtungen für alle sichtbar im öffentlichen Raum durchgeführt werden konnten? Und (wie) ist dieses Thema im kollektiven Gedächtnis präsent?

Eintritt frei, Spenden werden erbeten

 

 

 

Sonntag, 19. Juni, 17 Uhr

Lieder von Kurt Weill - Chansons, Kabarett und Songs

Trio Sturm + Klang, Bonn

Eintritt frei, Spenden werden erbeten

 

 

 

 

Freitag. 1. Jun, 19 Uhr

Theateraufführung "Mutters Courage"

Unmögliche Geschichte einer 60jährigen Jüdin von Georg Tabori

Theater-AG Max-Planck- Gymnasium Lahr

Eintritt frei, Spenden werden erbeten