Veranstaltungsprogramm 2022

Sonntag 28. August, 17 h : Ava Olam- Konzert mit "Klezmers Techter"

KLEZMERS TECHTER: " eine interessante Traumformation mit Suchtcharakter für alle, die sie schon mal gehört und gesehen haben".

 

Von freien Improvisationen bis hin zu traditionellen Interpretationen jiddischer Musik- faszinierend und facettenreich spannen KLEZMERS TECHTER einen Bogen von unbändiger Lebensfreude bis hin zu wehmutiger Sehnsucht. Die drei Musikerinnen traten auf Einladung von Giora Feidman mehrfach in Israel auf, mit überwältigendem Erfolg. Ihre Musik wirkt wie eine ständige Aufforderung, das Leben trotz aller Hindernisse zu lieben und zu feiern. In ihrem neuen Programm „Ava OLAM“ vereinen sich künstlerische Power, temperamentvolle Spiel - und Experimentierfreude mit musikalischer Tiefe und Innigkeit. Gabriela Kaufmann - Klarinette und Baßklarinette Almut Schwab – Akkordeon, Flöten und Hackbrett Nina Hacker - Kontrabaß.

Ava Olam: ava: von aval, altsächsisch raft, persisch – Klang olam: hebräisch – ewig, Geheimnis

 

 

 

Sonntag 4. September, 17 h : Konzert jüdische Komponisten

 

 

 

 

 

 

Ulrich von Vrochem präsentiert Musik jüdischer Komponisten

 

 

 

Sonntag 4. September, 14 h : Führung durch das jüdische Diersburg

In Diersburg (Hohberg) gab es seit 1738, etwa zwei Jahrhunderte lang, eine blühende jüdische Gemeinde, bis zu ihrer gewaltsamen Auflösung am 22. Oktober 1940 und der Verschleppung ihrer Mitglieder in das Internierungslager Gurs in Südwestfrankreich. Bernd Rottenecker, Vorstandsmitglied des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim führt durch die sogenannte „Judenstadt“ im hinteren Bereich des ehemals reichsritterschaftlichen Dorfes. Neben weiteren Stationen wie z. B. der jüdischen Schule beinhaltet der Rundgang auf den jüdischen Spuren in Diersburg auch einen Besuch des an der Bachstraße gelegenen jüdischen Friedhof.

 

Für die Führung über den jüdischen Friedhof benötigen Männer eine Kopfbedeckung. Treffpunkt beim Diersburger Rathaus. Die Teilnahme ist frei, Spenden werden erbeten.

 

 

 

Samstag 2. Oktober, 19 h : 34 Jahre JONTEF - das Jubiläumsprogramm!

JONTEF, der Name ist Programm: JONTEF bedeutet Festtag. Ein Festtag mit Musik und Theater, ein Festtag der „klejnen Mentschelach“, der Menschen nicht nur im jiddischen Schtetl der Vergangenheit, sondern auch heute, hier und anderswo, der Menschen, die sich begegnen, sich verlieben und verlieren, bekriegen und versöhnen.

 

Mit Lust und Liebe haben wir wieder ein Jubiläumsprogramm zusammengestellt, das wir unseren Zuhörern widmen. Denn von ihnen handeln unsere Lieder und Geschichten. „Jontefs Musik trifft die Zuhörer mitten ins Herz“, schrieb ein Kritiker.

 

 

Mittwoch, 12. Oktober, 16 h : Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen.

 

Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Die zu verschiedenen Zeiten angelegten Teile des Friedhofes mit ihrer unterschiedlichen Grabgestaltung spiegeln eindrücklich die jeweilige gesellschaftliche Stellung der Juden wider. Bei der Führung wird auf die auf vielfältigen Symbole und Inschriften auf den Grabsteinen eingegangen. Bei einigen Verstorbenen ist auch ihr Schicksal zur Zeit des Nationalsozialismus bekannt und wird ebenfalls Teil der Führung mit Bärbel Heer sein. Die Treffpunkt ist am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird  empfohlen.

Die Veranstaltung erfolgt in enger Kooperation mit der Volkshochshule Kippenheim.

Dauer der Führung: ca. 1,5 Stunden

 

 

 

Donnerstag 26. Januar, 19.00 h : Davidstern und Lederball

Vortrag von Uwe Schellinger:

Juden im Fußball und jüdischer Fußball in Südbaden.

Snläßlich des Tags der Opfer des Nationalsozialismus

Bis 1933 waren Menschen jüdischer Herkunft ein selbstverständlicher Teil der deutschen Fußballkultur. Juden waren gefeierte Spieler, geachtete Funktionäre und großzügige Förderer und Fans in ihren Vereinen. Ohne sie wäre der schnelle Aufstieg Deutschlands zu einer Fußball-Großmacht unmöglich gewesen.

Mit der Machtübernahme der NSDAP wurde diese Vielfalt jäh zerstört. Die jüdischen Spieler wurden bereits seit dem Frühjahr 1933 aus ihren Klubs ausgeschlossen und vielfach bis in die jüngste Vergangenheit hinein vergessen.