PROGRAMM HERBST 2016

SO 4. September, 17.00 Uhr

Die Sprache der Juden in Baden

Um "Ramsch", "flötengehen", "dibern" .... das sind Hebraismen, also Wörter, die auf einen hebräischen Ursprung zurückzuführen. Von diesen gibt es auch in Südwestdeutschland zuhauf. Um 1900 gab es nur noch wenige Sprecher der "jiddischen Vollmundart". Reste des  Jiddisch waren allerdings in den Landjudengemeinden noch überall zu finden. Diesem Idiom, das sich im Spannungsfeld von Westjiddisch, Alemannisch und regionalem Hochdeutsch bildete, wird im Vortrag von Friedel Scheer-Nahor, Geschäftsführerin der "Muettersproch-Gsellschaft" in Freiburg, auch mit Hilfe von Tonaufnahmen, nachgespürt.

 

Eintritt frei, Spenden werden erbeten

 

 

SO 11.September

20 Jahre Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim

14.00 und 16.00 Uhr: Führungen durch die ehemalige Synagoge

17.00 Uhr : Fest 20 Jahre „Förderverein“

18.30 Uhr : Konzert mit „Vetterliswirtschaft“. Die fünf Musiker von „Vetterliswirtschaft“ bringen auf ihre eigene, unverwechselbare Weise handgemachte, verträumte, flehende, himmlische und erdige Musik zu Gehör. Einige der Lieder werden auf historischen Instrumenten begleitet.

 

Eintritt frei, Spenden werden erbeten

 

 

DI 15. September, 17.00 Uhr

Führung über den jüdischen Friedhof in Schmieheim

Bei einem Gang über den Schmieheimer Friedhof lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Er wurde 1682 angelegt, als sich die ersten Juden wieder in der Region niederlassen durften. Er ist der größte jüdische Verbandsfriedhof (140 Ar) in Südbaden und birgt etwa 2500 Gräber. An der Gestaltung der Grabsteine lässt sich die wechselhafte Geschichte der Ortenauer Juden ablesen. Von besonderer Bedeutung sind die in Stein gehauenen Symbole: sie vermitteln einen Eindruck vom religiösen Leben des Landjudentums. Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.

 

Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird  empfohlen

Treffpunkt: Parkplatz an der Friedhofsmauer

Eintritt frei, Spenden werden erbeten

 

 

DO 2. Oktober, 17.00 Uhr

Tilo Wachter: Innenwelten - Solo für Hang und Stimme

In Thilo Wachter hat das Hang - das derzeit neuste Instrument der Welt, einen virtuosen Tonkünstler gefunden, der ihm diese spezielle Magie entlockt, die seine Klänge seidig, sinnlich und unwiderstehlich machen ... " (Badische Zeitung)

Die Stücke, die Wachter speziell für das Hang entwickelte, scheinen immer wieder anderen Kulturen zu entspringen - weit entlegen und doch ganz vertraut. Tilo Wachter ist ein Hangspieler der ersten Stunde. In seinem unverwechselbaren Stil entfalten sich indische Tablas, auch Harfen meint man zu hören. Seine mehrschichtige Melodien, fremd klingende Sprachen und Gesänge verweben sich zu einer magischen Klangreise in neue akustische Welten.

 

Eintritt frei, Spenden werden erbeten

 

 

DO 6. Oktober, 17.00 Uhr

Rundgang durch Friesenheim auf den Spuren jüdischen Lebens

Die israelitische Gemeinde Friesenheim entstand im 18. Jahrhundert. Ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet, die sogenannte Judengasse, lag im Umfeld der Lahrgasse. Später zogen die jüdischen Händler in die Ortsmitte, wo sie Ladengeschäfte eröffneten und die Mittelpunktfunktion Friesenheims für die umliegenden Dörfer stärkten. Die israelitische Gemeinde verfügte über eine Synagoge und weitere rituelle Einrichtungen. Eckehard Klem, ausgewiesener Kenner der Geschichte Friesenheims, wird auf einem Rundgang Einblicke in das einstige jüdische Leben des Ortes eröffnen. Der Rundgang wird in Kooperation mit der Volkshochschule angeboten.

 

Treffpunkt: Am Stockbrunnen beim Rathaus in der Ortsmitte

 

SO  9. Oktober, 11.00 Uhr

Konzert: Osteuropäische Tänze – gespielt – getanzt – gesungen

Unter dem Titel "Osteuropäische Tänze gespielt-getanzt-gesungen" wird am Sonntag, den 9. Oktober das Ergebnis eines Zitherseminars das der Deutsche Zithermusik-Bund Landesverband BW und die Landesarbeitsgemeinschaft Tanz BW am Tag zuvor für fortgeschrittene Zitherspieler durchgeführt hatte (Musikalische Leitung: Wolfram Breckle)

 

Eintritt frei, Spenden werden erbeten

 

 

SO 16. Oktober, 17.00 Uhr

20 Jahre Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim

Podiumsdiskussion „Gedenken heute“. Zusagen liegen vor von Dr. Uli Baumann. (Stellvertretender Direktor bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas), von Dr. Elke Gryglewski (Vizedirektorin des Haus der Wannseekonferenz) und von Frau Thelen (Abteilungsleiterin Demokratisches Engagement/Fachbereich Gedenkstättenarbeit in der Landeszentrale für politische Bildung.

 

Eintritt frei, Spenden werden erbeten

 

 

 

SA 12. November, 20.00 Uhr

„Circles of Life” – Musik und Malerei : Chorus delicti & Doris Nickert

„Circles - Lebenskreise deren Anfang unsere Geburt kennzeichnet, Linien, die sich durch unser ganzes Leben durchziehen - mal fein und leise und ein andermal kräftig, fast bedrohlich, Linien mit aufgerauten Kanten und gezackter Struktur oder wie hier bei den großen Bildtafeln kraftvoll, vor Farbe und Lebendigkeit strotzend.“

Mit diesen Worten der Laudatorin, wurde eine Ausstellung von Doris Nickert 2015 in der Friedenskirche in Altenheim eingeleitet. Der Kreis als Symbol für Wiederholung, nicht enden wollen, Transformation hat lange schon auch in der Musik seinen Ausdruck gefunden: einfache Kanons, repetitive Musik, ethnisch geprägte Circle - Songs, Minimal Music, patternbasierte Pop- und Jazzmusik sind Beispiel dafür.  „Chorus delicti" wird mit Songs und Melodieschleifen (Loops) die Bilder von Doris Nickert singend begleiten. Dabei bedient sich der Chor sowohl traditionell geprägten Liedguts aus aller Welt sowie Standards aus Pop, Jazz und Klassik.  Chorus delicti ist bekannt für seine vielfältigen musikalischen Experimente unter der Leitung von Uli Hanbürger. In diesem Bilder-Chor-Konzert werden „Kreise und Strukturen" stilübergreifend und grenzüberschreitend verklangbildlicht und neu interpretiert.

 

Eintritt frei, Spenden werden erbeten