Informationen zum Programm: Jürgen Stude: juergen.stude@t-online.de / 07807-957612

 

SO 6. September, 15 Uhr : Führung durch das jüdische Schmieheim

In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum Ritterkanton Ortenau gehörenden und dabei unter verschiedenen Herrschaften geteilten Ort Schmieheim bestand eine jüdische Gemeinde bis 1940. 1707 werden vier, 1712 neun jüdische Familien in Schmieheim genannt. Seit etwa 1777 war Schmieheim Sitz eines Rabbinats, bis dieses 1893 nach Offenburg verlegt wurde. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1864 mit 580 Personen erreicht. (Hälfte der Gesamteinwohnerschaft). Noch 1933 gab es am Ort fünf Pferdehändler und vier Viehhändler. Weiter gehörten jüdischen Familien drei Manufakturwarengeschäfte, zwei Kolonialwarengeschäfte, zwei Zigarrengeschäfte, eine Zigarrenfabrik mit Zigarrengroßhandel, eine Likörfabrik, eine Drahtgeflecht- und Siebfabrik. Es gab eine Mazzenbäckerei, eine weitere Bäckerei und eine jüdische Gastwirtschaft.

 

 

SO 6. September, 16.30 Uhr : Führung über den jüdischen Friedhof in Schmieheim

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren 2500 Gräbern wird Bärbel Heer in die wechselhafte Geschichte der Ortenauer Juden einführen.

 

Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

 

Teilnahme frei - Spenden werden erbeten

 

 

 

SO 6. September, 19 Uhr : Aval! Konzert mit Klezmers Techter  

Von freien Improvisationen bis hin zu traditionellen Interpretationen jiddischer Musik – faszinierend und facettenreich - spannen KLEZMERS TECHTER einen Bogen von unbändiger Lebensfreude bis hin zu wehmutiger Sehnsucht.

 

"Ava Olam – ein Mosaik aus traditionellen Melodien und Eigenkompositionen" heißt ihr neues Programm. In ihren Arrangements schöpfen KLEZMERS TECHTER immer wieder aus neuen musikalischen Quellen und Stilrichtungen. Viele Jahre spielen sie schon mit ungebremster Spielfreude zusammen auf den kleinen und großen Bühnen dieser Welt. Sie liefern sich dabei funkensprühende Dialoge mit virtuoser Technik und viel Gefühl.

Übrigens: ava kommt von aval, altsächsisch – Kraft, persisch – Klang. Olam ist hebräisch und meint "ewig, Geheimnis".

 

Eintritt frei - Spenden werden erbeten

Plätze beschränkt deshalb ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte schreiben sie an: juergen.stude@t-online.de 

 

 

MO 12. Oktober, 17 Uhr : Führung über den jüdischen Friedhof in Schmieheim

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren 2500 Gräbern wird Bärbel Heer in die wechselhafte Geschichte der Ortenauer Juden einführen.

 

Der Friedhof wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wurde immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch über ihre Ämter im jüdischen Gemeindeleben.

 

Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

 

Teilnahme frei - Spenden werden erbeten