Ausstellung : Josel von Rosheim

Josel ben Gerschon von Rosheim (1478-1554) war eine herausragende jüdische Persönlichkeit des 16. Jahrhunderts, die das in der Reformationszeit erneut gefährdete Zusammenleben von Juden und Christen nachhaltig beeinflusste. Er unterhielt Briefkontakte mit Martin Luther und anderen Reformatoren. Seine enge Verbindung zu Kaiser Karl V. nutzte er, um die Rechtsstellung und Sicherheit der Juden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation in einer Zeit des Umbruchs zu schützen. 1530 erreichte er, dass der Reichstag in Augsburg den Schutz von „Leib und Leben“ der Juden bestätigte und sich dagegen aussprach, sie zur Taufe zu drängen. Mit Martin Luther, den er vergeblich um Unterstützung für die Verbesserung der rechtlichen Situation der deutschen Juden bat, stand er schriftlich in Verbindung.

 

Die Ausstellung ist bis zum 10. Sept. an den Sonn-tagen zwischen 14.00 und 17.00 Uhr zu sehen.

 

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SO 03. Sept. : Europatag Tag der jüdischen Kultur

14.00 Uhr:

Führung durch die Ausstellung „Josel von Rosheim“

Josel ben Gerschon von Rosheim (1478-1554) war eine herausragende jüdische Persönlichkeit des 16. Jahrhunderts, die das in der Reformationszeit erneut gefährdete Zusammenleben von Juden und Christen nachhaltig beeinflusste. Er unterhielt Briefkontakte mit Martin Luther und anderen Reformatoren. Seine enge Verbindung zu Kaiser Karl V. nutzte er, um die Rechtsstellung und Sicherheit der Juden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation in einer Zeit des Umbruchs zu schützen. 1530 erreichte er, dass der Reichstag in Augsburg den Schutz von „Leib und Leben“ der Juden bestätigte und sich dagegen aussprach, sie zur Taufe zu drängen. Mit Martin Luther, den er vergeblich um Unterstützung für die Verbesserung der rechtlichen Situation der deutschen Juden bat, stand er schriftlich in Verbindung.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Sept. an den Sonn-tagen zwischen 14.00 und 17.00 Uhr zu sehen.

 

 

 

15.30 Uhr: Führung über den jüdischen Friedhof in Schmieheim.

Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Treffpunkt: Parkplatz an der Friedhofsmauer.

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SO 10. Sept. : Tag des offenen Denkmals

Führungen durch die Ehemalige Synagoge und die Ausstellung „Josel von Rosheim“

14.00 / 15.00 / 16.00 Uhr

Josel, der Sprecher der deutschen Juden und Zeitgenosse Martin Luthers, setzte sich in der Zeit der Reformation nachhaltig für die Rechte seiner Glaubensgeschwister ein.

 

 

 

SO 24. Sept., 16.00 Uhr: DisHarmonie

Konzert mit dem Lahrer Ensemble

In der Stammbesetzung Sascha Armbruster (Saxophon), Herbert Söllner (Violine) und Tobias Kopf (Kontrabass) beschäftigt sich das Lahrer Ensemble mit Improvisation, Komposition, Text und Objekt. Als Gast wird Karin Dornbusch (Klarinette) mitwirken. Der Text stammt von Samuel Beckett, die Kompositionen von Sascha Armbruster, Moondog, Oliver Messiaen und Herbert Söllner.

 

 

Der Bildhauer Rolf Rohrbacher-Laskowski wird mit einigen seiner Werke wesentlich zum Thema beitragen.

 

 

DO 28. Sept., 18.00 Uhr : Friedhofsführung

Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof in Schmieheim, lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Er ist die größte jüdische Begräbnisstätte in Südbaden und birgt etwa 2500 Gräber und wurde von den jüdischen Gemeinden der Region (Altdorf, Ettenheim, Friesenheim, Kippenheim, Lahr, Nonnenweier (bis 1880), Orschweier, Rust und Schmieheim) gemeinsam getragen. Er wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. und frühe 19. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen, während die Steine aus der Zeit nach etwa 1850 auf der vorderen Seite hebräische und auf der Rückseite lateinische Buchstaben zeigen. Etliche Gräber aus dem 20. Jahrhundert sind von christlichen Gräbern nicht zu unterscheiden und spiegeln den Assimilationswillen der Juden in die Mehrheitsgesellschaft. Von Bedeutung sind die verschiedenen, in Stein gehauenen Symbole, von denen sich etliche auf den Grabsteinen des Schmieheimer Friedhofes finden lassen.

 

Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird  empfohlen.

Der Eintritt ist frei - Spenden werden erbeten.

 

 

SO 01. Okt. : Tagesexkursion nach Konstanz

 

Die ganztägige Exkursion umfasst Führungen durch das jüdische Konstanz und durch die aktuelle Ausstellung „Zu Gast bei Juden - Leben in der mittelalterlichen Stadt“. Die Ausstellung gewährt Einblicke in die farbenfrohe Welt jüdischen Lebens im Umfeld des Bodensees.

 

 

 

Anmeldung und weitere Auskünfte: juergen.stude@t-online.de; Tel.: 07807-957612

 

 

Die Ausstellung; Zu Gast bei Juden. Leben in der mittelalterlichen Stadt

Die Sonderschau im Archäologischen Landesmuseums Konstanz präsentiert das gemeinsame kulturelle Erbe von Juden und Christen am Bodensee. Damit soll der jüdische Aspekt dieser Kulturen zum einen in der Kulturgeschichte des Bodenseeraumes verankert werden. Dafür wurde die Forschung zusammengetragen und die wenigen und zerstreuten Spuren des jüdischen Erbes gesichert. Die Besucherinnen und Besucher begegnen vor allem der Bilderwelt der Juden am Bodensee als dem besonders herausragenden Zeugnis der mittelalterlichen jüdischen Kultur der Region. Neben Medieninstallationen zeigt die Ausstellung prunkvolle Exponate wie hebräische Prachthandschriften, die in Konstanz oder in benachbarten Städten hergestellt wurden. Aber auch stille Zeugen jüdischen Lebens sind zu sehen, deren Bedeutung sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Dazu gehören neben Gebrauchshandschriften, Urkunden und Siegeln weitere Gegenstände, die mit jüdischem Leben in Verbindung stehen.

 

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DO 19. Okt., 20 Uhr : Eine jüdische Kindheit in Kippenheim

Vortrag mit Kurt Salomon Maier

 

Der 1930 in Kippenheim geborene Kurt Salomon schildet das jüdische Leben in seinem geliebten Heimatdorf im Schatten der NS-Verfolgungen. Er ist einer der letzten Zeitzeugen, die die Deportation nach Gurs überlebt haben.

 

Eintritt frei - Spenden werden erbeten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SO 22. Okt. 17 Uhr: Die Erinnerungsarbeit von Beate und Serge Klarsfeld

 

Vortrag von Norbert Klein Neben Simon Wiesenthal dürften Beate und Serge Klarsfeld die meisten Holocaust-Täter des Hitlerregimes aufgespürt haben. Durch ihre Recherchen konnte auch das Schicksal einiger Ortenauer Juden geklärt werden.