Weitere Informationen: Jürgen Stude: juergen.stude@t-online.de / 07807-957612

                           JAHRESPROGRAMM 2019

MI 19. Juni, 19. Uhr: Konzert mit Adafina

Adafina- der traditionelle Shabbateintopf der spanischsprechenden Juden ist Namensgeber und Inspiration des Duos. Zutaten sind die unkonventionelle Besetzung Akkordeon ,Flöten, Hackbrett, Marimbaphon, Vibraphon und Percussion. Gewürzt wird mit der ungewöhnlichen Kombination von Klezmer, Tango, barocker Klangwelt und afroamerikanischer Musik.

So entsteht ein würziger Eintopf, der alle Geschmackssinne berührt – eine musikalische Delikatesse mit Geschmacksexplosionsgarantie!

 

Eintritt frei - Spenden werden erbeten

 

 

 

SO 30. Juni. 10.00 Uhr : Radtour Jüdischer Kulturweg

Radtour zwischen Offenburg und Kippenheim

 

Die südliche Ortenau war eines der jüdischen Zentren Badens.. Von diesem einst reichen jüdischen Leben zeugen heute noch ehemalige Synagogen und jüdische Friedhöfe aber auch hebräische und jiddische Wörter im Alemannischen und bauliche Spuren in den sogenannten „Judendörfern“ zwischen Offenburg und Ettenheim. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, der Diersburger „Judenfriedhof“ und die ehemalige Synagoge Kippenheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der bedeutende Stätten des Judentums entlang des Rheins verbinden soll. Veranstalter der Tour sind die Offenburger Gedenkstätte Salmen/ Museum im Ritterhaus und der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim.

Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus. Unterwegs wird eine Vesperpause in Friesenheim eingelegt (Besuch eines Cafés). Die Tour endet gegen 16.30 Uhr in Schmieheim. Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier bzw. Lahr. Die Teilnahme ist kostenlos. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen. Anmeldung und Information Tel.: 0781/ 82 25 77 oder bei Jürgen Stude 07807-957612; juergen.stude@t-online.de

 

 

 

SO 7. Juli, 11.00 Uhr : Vernissage: "Das Anlitz des Anderen"

Der 1951 in Münster geborene und in Lahr lebende Fotograf Manfred Sickmann sucht für seine fotografischen Arbeiten immer neue Herausforderungen.

Für sein Projekt Das Antlitz des Anderen – eine fotografische Litanei für Respekt und Zuversicht“  porträtiert er 100 Männer und Frauen verschiedenen Alter. Die Vernisage wird mitgestaltet von den Sängern und Sängerinnen des "Chorus Delicti"

 

Die in der Ausstellung gezeigte Auswahl von 24 Portraits bietet dem Schauenden die Möglichkeit, den Anderen zu sehen, von ihm gesehen zu werden und sich zu öffnen für das, was Menschen bereithalten: Beunruhigendes, Berührendes,   Undurchdringliches.....

In Zeiten, in denen tagtäglich darum geworben wird, Positionen wider die Menschenwürde argumentativ zu verhandeln erscheint das fotografische Plädoyer für Respekt und Zuversicht wie eine Gegenrede, die Adornos Diktum aufgreift: „Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen.“

Aus Sickmanns Vorhaben, uns das Antlitz der Anderen zu zeigen, ist ein sozialkritisches Projekt geworden, das in der Tradition der Dokumentarfotografie steht, die sich auf gesellschaftskritische Weise mit der sozialen Realität auseinandersetzt. Und es ist ein Glaubensbekenntnis: Glauben an das friedensstiftende Potenzial von Fotokunst.

 

 

 

SO 8. Sept. 2019, 17.00 Uhr : Konzert mit TonArt Kenzingen

Im Zentrum des Konzertes von Tonart „„םיכלמ - Könige“ steht der Komponist Salomone Rossi Hebreo aus Mantua, Hohelied-Vertonungen von Palestrina, Morley, Lechner u.a., Psalmen in hebräischer Sprache von Rossi und von Avi Faintoch, einem modernen israelischen Komponisten. Dazu liturgische Texte der Synagoge, ein paar jiddische Lieder aus dem Schtetl, polyphone Musik der Renaissance und des Frühbarocks. Der Titel des Konzertes „םיכלמ - Könige“ nimmt Bezug auf die beiden Haupt-Textlieferanten des Chores: König David, der Verfasser der Psalmen und sein Sohn König Salomo, der Dichter des Hohelieds.

Eintritt frei - Spenden werden erbeten

 

 

 

DO 26. Sept. 2019, 19.00 Uhr : Gespräch mit Dr. Michael Blume

Gespräch mit dem „Antisemitismus-Beauftragten“ der Landesregierung in Baden-Württemberg.

 

74 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus in Deutschland ist Rassismus wieder aktuell geworden. „Selbst im schönen Baden-Württemberg mit niedriger Arbeitslosigkeit, funktionierenden Vereinen und Kirchen ist der Antisemitismus unter Einheimischen und muslimischen Einwan­derern wieder da“, sagte Dr. Michael Blume in einem Interview. Seit Anfang 2018 ist Dr. Michael Blume „Antisemitismus-Beauftragter“ der Landesregierung in Baden-Württemberg. Auch das Land Hessen hat einen solchen Beauftragten, ebenso die Bundesrepublik. Was können diese Stellen leisten, was nimmt sich der „Antisemitismus-Beauftragte“ für Baden-Württemberg vor? Angesichts der zunehmenden rassistischen und antisemitischen Ereignisse und Äußerungen soll ein Gespräch mit Dr. Blume die politischen Möglichkeiten in Baden-Württemberg und in der Bundesrepublik Deutschland ausloten. Welche Gegenwehr ist sinnvoll in Gesellschaften, in denen die Maßstäbe verschoben und antisemitische Maßnahmen auch von den Regierungen selbst gefördert werden?

 

Blume ist Religionswissen­schaftler und Referatsleiter für nichtchristliche Religionen im Staats­ministerium Baden-Württemberg. Er forscht, lehrt und veröffentlicht Bücher zu Fragen des christlich-islamischen Dialogs in Deutschland sowie zum Zusammenhang von Religion und Demografie sowie zur Entwicklung der Neurotheologie.

 

Eintritt frei - Spenden werden erbeten

 

 

 

MO 7. Oktober, 17.00 Uhr : Führung über den Schmieheimer Friedhof

Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof von Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Diese ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen und auch über ihre Ämter im  jüdischen Gemeindeleben.

Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird  empfohlen.

Der Eintritt ist frei - Spenden werden erbeten

 

 

SO 9. Februar 2020, 17 Uhr : Konzert mit chorus delicti und  Lorenz Stiegeler

BILD: Manfred Sickmann, Lahr

 

Singen gegen den Wahnsinn, gegen die Kälte, wenn die Angst uns lähmt.

Singen, weil noch nicht alles erklungen ist, weil Schönheit sich entfalten will

in jedem Werk, auf vielfältige Weise.

Alt und neu, vertraut und fremd, hier und dort

ertönt Gesang.

 

….so auch von „chorus delicti“:  authentisch und multikulturell mit Einflüssen aus afrikanischer und lateinamerikanischer Musik, europäischer Klassik und Volksmusik sowie Jazz und Pop. Lieder aus Lennie Bernstein’s Westside Story, Bertolt Brecht’s und Kurt Weill’s „Dreigroschen – Oper“, Songs von Sting, Elton John, Pharrell Williams, John Lennon, George Shearing, Astor Piazzola, Stevie Wonder u. a. Durchsichtig, mitunter schwebend, dann wieder erdig und bodenhaftend - je nach der Art des Liedes – interpretiert der Chor sein breites Repertoire und gestaltet es immer wieder neu.

chorus delicti  freut sich, Lorenz Stiegeler , den Crooner am Klavier,  für dieses Konzert gewonnen zu haben. Er ergänzt und bereichert den Abend  mit eigenen Songs, professionell und authentisch, zuweilen erinnernd an Billy Joel, Mose Allison oder Diana Krall.  Die Begegnung von Chor und Pianist im gemeinsamen Musizieren ist ein Höhepunkt des Abends.