Inge Auerbacher spricht am 27. Januar 2022 im Deutschen Bundestag

Wenn alles gut geht, wird die 1934 in Kippenheim geborene Inge Auerbacher (heute New York City) am 27. Januar 2022, am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag sprechen.

 

Inge Auerbacher wurde 1934 geboren und war das letzte in Kippenheim geborene jüdische Kind. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie in ihrem Geburtsort, im Mai 1939 zog ihre Familie nach Jebenhausen bei Göppingen, von wo sie im August 1942 als Siebenjährige in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt wurde. Nach der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee am 8. Mai 1945 kam die Familie zunächst in ein Flüchtlingslager in Stuttgart. Ein Jahr später wanderte sie in die Vereinigten Staaten aus und ließ sich in New York nieder. Nur wenige Monate später bannte eine Lungentuberkuloseerkrankung Inge Auerbacher für 2 Jahre aufs Krankenbett. 1966 besuchte sie zum ersten Mal Kippenheim (siehe Bericht unten) und das ehemalige Konzentrationslager Theresienstadt, viele weitere Aufenthalte in Deutschland folgen.

 

Neben ihrer medizinischen Berufstätigkeit schrieb sie Gedichte und Geschichten, mit denen sie ihre Erlebnisse des Holocausts verarbeitete. Ihr bekannteste Werk ist das Buch "Ich bin ein Stern", in dem sie aus der Sicht des Kindes von der Zeit der Verfolgung durch das Nazi Regime und der Haft im KZ-Theresienstadt berichtet.

 

Bücher von Inge Auerbacher bitte hier klicken

Neues Materialheft für Lehrerinnen und Lehrer zur Vor- und Nachbereitung einer Tagesexkursion zur ehem. Synagoge Kippenheim

Die neue Publikation zur Vor- und Nachbereitung einer Tagesexkursion zur ehemaligen Synagoge bietet differenzierende Materialien an, die passgenau zu den Standards des Bildungsplanes von 2016 in Baden-Württemberg für alle weiterführenden Schularten der Sekundarstufe I erarbeitet wurden. 

Die Materialien ermöglichen dabei auch ein Lernen am außerschulischen Lernort in einer Kultur der Digitalität und sind modular einsetzbar. 

Die Anregungen zum Einsatz im kompetenzorientierten Geschichtsunterricht wurden von Jürgen Stude (Vorsitzender des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim) Florian Hellberg (Lehrer am Max-Planck-Gymnasium Lahr), Heinke Roth (Lehrerin am Kreisgymnasium Neuenburg), Tobias Roth (Lehrer am St. Ursula Gymnasium Freiburg) und Silja Minet-Lasch (ab 2022 Lehramtsanwärterin im Vorbereitungsdienst) gemeinsam erarbeitet.

 

Die Publikation kann hier heruntergeladen werden:

Jüdisches Leben in Südbaden.pdf
PDF-Dokument [14.1 MB]

Kurt-Salomon-Maier-Geschichtspreis

Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V. stiftet den „Kurt-Salomon-Maier-Geschichts-preis“ für hervorragende Leistungen im Fach Geschichte am Max-Planck-Gymnasium Lahr

 

Der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim stiftet den Abiturgeschichtspreis (Kurt-Salomon-Maier-Geschichtspreis) „für hervorragende Leistungen im Fach Geschichte in der Kursstufe am Max-Planck-Gymnasium Lahr“. Dies entspricht der Satzung des Fördervereins, die als eine seiner wichtigsten Aufgaben die „Auseinandersetzung mit der Geschichte des badischen Landjudentums“ nennt.

 

Benannt wird der Preis nach dem 1930 in Kippenheim geborenen Dr. Kurt Salomon Maier. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande (2019) setzt sich in ganz besonderer Weise für die Erinnerungsarbeit an Schulen im Südlichen Oberrhein ein und hat sich große Verdienste um das Gedenken und die Erinnerungskultur an das „Ortenauer Landjudentum“ erworben. Maier, erfreut über diese Idee, gab dem Förderverein sein Einverständnis: „Sagt dem Max-Planck-Gymnasium, ich bin sehr geehrt und gerührt. Ich hoffe, dort auch bald wieder persönlich sprechen zu können, um als Zeitzeuge über die Geschichte des Ortenauer Landjudentums zu berichten“ Der Förderverein möchte mit der Auslobung dieses Abiturpreises auch die langjährige Kooperation mit dem Max-Plank-Gymnasium stärken. 

 

Der Preis umfasst eine Urkunde sowie eine dreijährige kostenfreie Mitgliedschaft im Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim und ist mit einem jährlichen Preisgeld in Höhe von 50,00€ dotiert. Der Preis wird dieses Jahr zum ersten Mal vergeben.