Sonntag, 19. Juni, 17 Uhr

Hommage a Kurt Weill - Konzert mit sturm+klang

Von Berlin über Paris nach New York

Kippenheim gilt als die Heimatgemeinde der Familie Weill. Kurt Weills Vater Albert Weill, Kantor der großen israelitischen Gemeinde von Dessau, wurde im Stammhaus der Familie in der Kippenheimer Oberen Hauptstraße 36 geboren. Grund genug für den Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim, das Trio sturm + klang einzuladen.

 

Die aus Bonn stammende Formation, bestehend aus Marie-Dorothea Wählt, Sopran, Leonard Hüster, Klavier und Florian Beste, Basstrompete nennt ihr Konzert „Hommage à Weill“ – „Von Berlin über Paris nach New York“ und präsentiert Werke aus der deutschen, französischen und amerikanischen Schaffensphase des Komponisten. Kurt Weill war 1933 nach wiederholten Attacken durch die Nationalsozialisten zunächst nach Frankreich geflohen und zwei Jahre später in die USA emigriert. Gemeinsam mit seiner Frau Lotte Lenya nahm er 1935 die amerikanische Staatsbürgerschaft an und bezeichnete sich seitdem als amerikanischen Komponisten.  

Eintritt frei, Spenden erbeten.

 

 

Freitag. 1. Juli, 19 Uhr  Theateraufführung "Mutters Courage"

von George Tabori - Theater-AG des Max-Planck- Gymnasiums Lahr

An sich selber zu denken ist Elsa Tabori nicht gewohnt. Immer ist sie zuerst Ehefrau und Mutter gewesen, war für ihren Mann und für ihre beiden Söhne da. Aber nun, unter der deutschen Besatzung, hat sich alles verändert: Ihre Söhne mussten ihre Heimatstadt Budapest verlassen und ins Ausland fliehen, ihr Mann ist im Gefängnis und sie selbst wird eines Sommertags im Jahr 1944 auf offener Straße verhaftet und deportiert. Auf dem Weg nach Auschwitz aber ergibt sich vollkommen unverhofft für sie die Möglichkeit, ihr Leben zu retten…

 

George Tabori, geboren 1914 in Budapest und gestorben 2007 in Wien, verkörperte das Theater in vielfältigen Funktionen: als Stückeschreiber, Regisseur und Schauspieler. Zugleich war er durch und durch Kosmopolit: ein amerikanisch schreibender, deutsch sprechender und inszenierender Jude ungarischer Herkunft mit englischem Pass.

 

Tabori vereinigt in seinen Stücken Witz und Grauen, Komik und Albtraum. Im 1979 uraufgeführten Theaterstück „Mutters Courage“ schildert er die glückhafte Rettung seiner Mutter vor der Ermordung in Auschwitz mit einem abgründigen Humor, der manchmal schwer zu ertragen ist, aber immer im Zeichen einer hellsichtigen, radikalen Humanität steht.

 

Die Oberstufen-Theater-AG des Max-Planck-Gymnasiums zeigt das Stück am Freitag, 1. Juli um 19.00 Uhr in der Ehemaligen Synagoge Kippenheim. Lisa Klevit-Ziegler begleitet die Aufführung musikalisch durch ausgewählte Stücke für Soloklarinette.

 

Eintritt frei, Spenden werden erbeten