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Musik in der Synagoge - ein Kapitel deutscher Musikgeschichte im 19. Jahrhundert. Vortrag von Christoph Schwarz, Freiburg

Sonntag, 26. Oktober, 17.00 Uhr

Nachdem sich die synagogale Musik ohne Anlehnung an die europäische Kunstmusik entwickelt hat, verändert sich im Lauf des 19. Jahrhunderts die Musikpraxis in den Synagogen grundlegend. Vor allen Dingen in den städtischen Reformgemeinden folgte man einer neuen Musikpraxis, die von dem Landjudentum nur äußerst zögerlich übernommen wird. Aber auch dort ist der sich damals vollziehende politische und gesellschaftliche Wandel in den neuen Ordnungen des jüdischen Gottesdienstes deutlich spürbar.

 

Zahlreiche Musikbeispiele werden zu hören sein, darunter auch Kompositionen des Kantoren Albert Weill aus dem badischen Kippenheim. Von ihm sind zwei Vertonungen überliefert. Das ist als ein Glücksfall zu bezeichnen, denkt man an die allgemeine Quellenlage. Lässt sich doch an den Werken von Albert Weill ein interessantes und wichtiges Kapitel der deutschen Musikgeschichte darstellen.

 

 

 

Die deutsche Juden im Ersten Weltkrieg                                             Vortrag von Dr. Schwendemann, Uni-Freiburg

Sonntag 9. November 2014, 17.00 Uhr

Gleich zu Beginn des Kriegs riefen jüdische Vereinigungen in Deutschlands ihre Mitglieder dazu auf, sich nach allen Kräften für ihr Vaterland einzusetzen. 31.000 deutsche Soldaten jüdische Glaubens wurden auf Grund ihrer Tapferkeit mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, 12 000 starben auf den Schlachtfeldern. Trotzdem gab es antisemitische Politiker, die behaupteten, dass, relativ zur jeweiligen Gesamteinwohnerzahl, weniger Juden an der Front dienten als Nichtjuden.