Jüdisches Kippenheim - Einladung zu einem RundgangDas Heft ist im Haigerlocher Verlag Medien und Dialog erschienen, der bereits mehrere Rundgänge zur jüdischen Geschichte süddeutscher Gemeinden herausgegeben hat. Der Autor des Kippenheimer Rundgangs, folgt dabei dem vom Verlag vorgegebenen Konzept, das Wort und Bild gleichwertig nebeneinander wirken lässt. So sind auch im Kippenheimer Rundgang viele historische Aufnahmen zu finden, die den eher knapp gehaltenen Text ergänzen.
Der Rundgang versucht dem geschichtlichen Ablauf nachzuzeichnen und beginnt folgerichtig im "Judengässle", dem Ghetto des 18.Jahrhunderts. Damals lebten nur wenige jüdische Familien in dem zur Herrschaft Baden-Baden gehörenden Ort. Nach der Gründung des liberalen Großherzogtums Baden verlegten die meisten jüdischen Händler ihre Wohnsitze in die Dorfmitte, wo sie bessere Verkaufsmöglichkeiten vorfanden. Diese Entwicklung greift der Rundgang auf und führt in die Poststraße, dem jüdischen Zentrum des 19. und 20.Jahrhunderts, wo das 1852 eingeweihte Synagogengebäude von der einstigen Bedeutung der israelitischen Gemeinde Kippenheim kündet. Die einzelnen Stationen können anhand des beigegebenen Ortsplans nachvollzogen werden. Ergänzt wird der Rundgang durch eine Darstellung der antisemitischen Maßnahmen der NS-Zeit bis zur Deportation der Kippenheimer Juden am 22.Oktober 1940, durch eine Zeittafel und Tipps zum Weiterlesen. Der Rundgang ist im Buchhandel und beim Förderverein erhältlich (2,50 €) Uwe Schellinger: Einladung zu einem Rundgang - Jüdisches Kippenheim; Verlag Medien und Dialog, Haigerloch 1999; |