Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e.V.
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Ortenauer Gedenkbuch - Infos
Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim ruft Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus ins Leben.

Seit dem 1. April 2004 liegt das "Ortenauer Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus" in der Ehemaligen Synagoge aus und kann zu den Öffnungszeiten eingesehen werden. Mehrere hundert jüdische und nichtjüdische Ortenauer - politisch, rassisch und religiös Verfolgte, sowie Menschen mit Behinderungen - wurden zwischen 1933 und 1945 Opfer nationalsozialistischer Verfolgungsmaßnahmen. Von einigen dieser Opfer liegen Kurzbiografien vor, doch von den meisten anderen sind lediglich einige Daten überliefert, sonst erinnert nichts an diese von den Nazis verfolgten Männer, Frauen und Kinder. Das Bild dieser Menschen wieder entstehen zu lassen, ist Ziel des Gedenkbuchprojekts des Fördervereins Ehemalige Synagoge. Dazu werden die Schicksale der einzelnen Opfer in Form von Kurzbiografien beschrieben, die die wichtigsten Lebensstationen enthalten und ihre Verfolgung durch die Nazis dokumentieren sollen. Wir möchten das Projekt allerdings nicht nur auf die ermordeten Opfer beschränken, sondern auch derjenigen gedenken, die ins Exil flüchten mussten oder in den Konzentrationslagern und Gefängnissen das Dritte Reich überlebten. Diese Biografien werden in dem Gedenkbuch gesammelt. Es ist uns bewusst, dass bei weitem nicht alle Opfer mit einem Gedenkblatt gewürdigt werden können; welchen Umfang das Gedenkbuch letztlich bekommen wird, hängt davon ab, wer sich alles von dem Projekt angesprochen fühlt und bereit ist, an seiner Realisierung mitzuarbeiten.
Am 27. Januar - dem Tag der Opfer des Nationalsozialismus - werden jedes Jahr die neuen Gedenkblätter mit den Biographien von rassisch, religiös oder politisch verfolgten Menschen aus der Ortenau vorgestellt. An dem Projekt des Fördervereins können sich Einzelpersonen, Schulklassen und Erwachsenengruppen beteiligen. Der Förderverein wird durch das Stadtarchiv Lahr und das Ritterhausmuseum Offenburg unterstützt.
Erste Gedenkblätter 1.4.2004